Verkehrsgeschichtliches aus Königsberg / Kaliningrad
 
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Standseilbahn und Kabinenbahn in Rauschen/Светлогорск

Drei für das eigentlich recht flache Ostpreußen ungewöhnliche Verkehrsmittel existierten bis vor kurzem im Ostseebad Rauschen, heute Swetlogorsk (Светлогорск):

Schon im Jahre 1910 kam man auf die Idee, die über 40 Höhenmeter zwischen dem Ostseestrand und dem oberhalb der Steilküste gelegenen Ortsteil Rauschen-Düne mittels einer Standseilbahn zu überwinden. Sie wurde am 25. Juni eröffnet und hatte eine Spurweite von 750 mm.

Zwei Postkarten aus den 1920er Jahren, selber Fotostandort an der Abtschen Weiche.


Nach dem zweiten Weltkrieg baute man die teilweise zerstörte und wartungsanfällige Standseilbahn ab (die Gleise wurden demontiert) und errichtete etwas weiter westlich eine Kabinenseilbahn. Diese befindet sich zwar heute im marodem Zustand, war bis vor kurzem aber in den Sommermonaten von April bis Oktober täglich in Betrieb. Zur Zeit wartet sie auf eine Modernisierung.

Die Gondelbahn rostet vor sich hin

Auf der Strecke der alten Standseilbahn von 1910 wurde vermutlich in den 1970er Jahren ein unansehnlicher Fahrstuhlturm (vergleichbar mit dem Personenaufzug im Bad Schandau) für Gäste des örtlichen Militärkurheims errichtet (er konnte aber gegen ein Trinkgeld auch von zivilen Fahrgästen benutzt werden).

Das Baden war am Rauschener Strand bis vor kurzem wegen Wasserverschmutzung untersagt, noch heute lädt der Strand eher zum Spazierengehen als zum Baden ein.


Talstation am Ostseestrand. Die Bergstation befindet sich unweit des Bahnhofs Rauschen-Düne/Светлогорск 2



Im Herbst endet der Fahrbetrieb, die Gondeln überwintern unter
freiem
Himmel und rosten leider vor sich hin.

Der marode hässliche Fahrstuhlturm