Verkehrsgeschichtliches aus Hamburg und Holstein
 
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Die Ohlsdorfer Zweiglinie und die Kell-Jung-Linie U1
Ohlsdorf <> Kellinghusenstraße <> Jungfernstieg

Am 1. Dezember 1914 wurde die fünfeinhalb Kilometer lange Zweiglinie von der Ringstrecke an der Kellinghusenstraße bis nach Ohlsdorf eingeweiht. Die Station Sengelmannstraße in der City Nord folgte erst im Jahr 1975. In der Nebenverkehrszeit gab es durchgehende Züge von den Landungsbrücken, der Ringlinie bis nach Ohlsdorf. Im Berufsverkehr, wo die Ringbahn im dichten Takt verkehrte, wurde ein Pendelverkehr zwischen Kellinghusenstraße und Ohlsdorf eingerichtet.

Eine der günstigsten Neubaustrecken der Hochbahn war die Kell-Jung-Linie, die Strecke durch den Stadtteil Rothenbaum. Für die Pendler aus den Außenbezirken war der Umweg über St.Pauli immer ein lästiger Umweg gewesen. Mit der neuen Strecke konnten die Fahrgäst, die von der Neubaustrecke aus Ochsenzoll und Langenhorn kamen, schneller in die Hamburger Innenstadt gelangen. Die Langenhorner Arbeiter waren aber gar nicht froh über den nach der Eröffnung nötigen Zwangsumstieg an der Kellinghusenstraße, um zu ihren Arbeitsplätzen am Hafen zu gelangen.

Am 2. Juni 1929 konnte der erste Streckenabschnitt zwischen Kellinghusenstraße bis zum Stephansplatz eröffnet werden, am 25. März 1931 folgte die provisorische Verlängerung bis Jungfernstieg. Am 28. April 1934 konnte mit dem Neubau der Haltestelle Jungfernstieg der Provisoriumsbetrieb beendet und die ganze Kell-Jung-Linie eröffnet werden.