Verkehrsgeschichtliches aus Hamburg und Holstein
 
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Die Bergedorfer Bahn
Die ersten S-Bahnen der heutigen Linie S21 nach Bergedorf verkehrten 1958, weiter ging es bis Aumühle ab 1967. Da die Bahnstrecke nach Berlin nach 1945 nicht wirklich ausgelastet war, war es problemlos möglich, die S-Bahnzüge auf den bestehenden Fernbahngleisen verkehren zu lassen. Mit der Wende 1989 änderte sich dies: Der parallele Betrieb von S-Bahn und Fernbahn auf denselben Gleisen war nicht mehr möglich. Man baute schnell 1990 einen separaten Gleiskörper zwischen dem Berliner Tor und Bergedorf für die S21. Für den weiteren Ausbau bis Reinbek und Aumühle benötige man aber mehr Zeit, u.a. wegen Einwänden der Anwohnergemeinden. Der Streckenabschnitt bis Reinbek wurde zwischen 1994 und 1997 eingestellt, zwischen Reinbek und Aumühle fuhr zwischen 1994 und 2002 keine S-Bahn. Lediglich die Regionalzüge, die weiterhin auf den Fernbahngleisen verkehren, sorgten für eine Anbindung der südöstlichen Hamburger Vororte. Planungen sehen vor, die S-Bahnlinie S21 zukünftig bis nach Friedrichsruh und Büchen verkehren zu lassen.

Die Friedrichsruher Bahn
Zwischen Aumühle und Friedrichsruh gab es zumindest zwischen 1967 und 1969 einen zeitweiligen
S-Bahnverkehr der Linie S6 mit Wechselstrom-Zügen, danach erhielten die Züge die Nummer S2, ab 1984 dann "zu S21" und seit 2002 verkehren die Bahnen auf diesem Abschnitt als Regionalverkehrslinien.

Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn

Im Jahre 1906 wurde zwischen dem Hamburger Stadtteil Bergedorf und dem damals ebenfalls hamburgischen Geesthacht eine Kleinbahnstrecke eröffnet. Die Strecke ist vor allem für den Güterverkehr, insbesondere seit xxx die Sprengstoffwerke in Krümmel bei Geesthacht eröffnet wurdne, bedeutsam. Der Personenverkehr wurde bereits 1953 eingestellt, desöfteren wurde aber eine Wiederaufnahme von Personenzugbetrieb diskutiert. Seit 1956 organisiert die AKN Eisenbahn AG den Güterverkehr. Ab 1976 gibt es auch Museumszüge der Arbeitsgemeinschaft Geesthachter Eisenbahn e.V. zwischen Bergedorf Süd, Geesthacht und Krümmel.


Südstormarnsche Kreisbahn
Der Kreis Stormarn betrieb zwischen 1907 und eine fast 34 Kilometer lange Kleinbahnstrecke zwischen Billbrook (heute S21), Glinde und Trittau. Die Strecke erwies sich allerdings nur wenig Zuspruch, lediglich für den Personenausflugsverkehr am Wochenende hatte die Strecke (übrigens eine der steilsten Norddeutschlands) Bedeutung. Dies reichte aber nicht aus, die Strecke wirtschaftlich zu betreiben, sodass bereits 1933 die Einstellung des Verkehrs beschlossen wurde. Da Rüstungsbetriebe an der Strecke lagen, wurde die Stilllegung aber kriegsbedingt aufgeschoben und erst 1952 zwischen Glinde und Trittau vollzogen. Der Personenverkehr wurde auf der ganzen Strecke stillgelegt. Die Stormarner Kreisbahn fusionierte 1954 mit der Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn; seit 1956 führt die AKN Eisenbahn AG den Güterverkehr zwischen Billbrook und Glinde durch, erwog aber zuletzt 2005 die Stilllegung. Es gibt Stimmen, die eine Einbindung der ehem. Kreisbahnstrecke in das Hamburger U-Bahnnetz (Verlängerung der U4 ab Billstedt) fordern.


Hamburger Marschenbahn und Vierländer Bahn

Zwischen 1921 bzw. 1928 und 1952 hatte eine weitere Kleinbahn am Hamburger Stadtrand ein Intermezzo: Zwischen der Südstormanschen und der Bergedorfer Eisenbahn bei Billbrook/Tiefstack im Westen und dem Bahnhof Geesthacht im Osten führten die Gleise der Marschenbahn. Die Strecke hatte vornehmliche Bedeutung für den Güterverkehr, der Personenverkehr war aufgrund der Entfernung zu bebauten Gebieten defizitär. Außerdem verkehrten zwischen Bergedorf und Zollenspieker von 1912 bis 1961 die Züge der Vierländer Bahn. Der Personenverkehr wurde bereits 1953 eingestellt.