Verkehrsgeschichtliches aus Hamburg und Holstein
 
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Alstertalbahn
Ohlsdorf <> Poppenbüttel

Um die Jahrhundertwende planten die Gutsherren der Alsterdörfer Poppenbüttel, Wellingsbüttel und Klein Borstel ihre Grundbesitze für den Bau von Villensiedlungen zu veräußern. Dies war die Geburtsstunde der Alstertal-Terraingesellschaft (ATAG). Um die Grundstücke für Käufer attraktiver zu machen, plante man, die Stadtschnellbahn, die bislang in Ohlsdorf endete, bis in die Walddörfer hinter Poppenbüttel nach Ohlstedt zu verlängern - selbst über Pläne bis nach Segeberg wurde nachgedacht.
Hamburg kolpotierte aber diese Pläne, da die Strecke durch nicht-hamburgisches Gebiet geführt hätte. 1913 wurde mit dem Bau der 5,8 Kilometer langen Alstertalbahn begonnen, nachdem die ATAG die "Alstertalbahn GmbH" gegründet hatte. Wegen des Krieges und dadurch resultierenden finanziellen Schwierigkeiten der ATAG verzögerte sich die Inbetriebnahme bis zum 15. Januar 1918. Eingleisig konnte der Betrieb mit Benzoltriebwagen aufgenommen werden. Am 12. März 1924 war dann auch das zweite Gleis fertig und die elektrifizierte Strecke konnte eröffnet werden.