Geschichte der S-Bahnen Londons und Liverpools
 
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London Overground

Seit November 2007 besitzt die Transport for London (TfL), die auch die Londoner U-Bahn betreibt, einige S-Bahnstrecken, die sie von den Bahngesellschaften Silverlink und East London Line übernahm. Die East London Line-Strecke wurde 2010 von einer U-Bahnstrecke zu einer S-Bahn der London Overground umgebaut. Die London Overground besteht somit aus sechs S-Bahnlinien und umfasst ein Streckennetz von derzeit 86 Kilometern. Die TfL hat als Betreibergesellschaft für die Overground züge die Betriebsgesellschaft LOROL beauftragt, an der auch die Deutsche-Bahn-Tochter Arriva beteiligt ist.

Die London Overground stellt eine Besonderheit dar, da sie nicht Teil des UK-weiten Tarifsystem National Rail ist (somit gelten auch bspw. keine BritRail-Pässe auf den Linien). Im Jahre 2003 wurde erstmals versucht, alle Londoner S-Bahnstrecke als "Overground" gemeinsam zu vermarkten und einheitliche Bezeichnungen und Netze einzuführen.

Folgende elektrifizierte Strecken sind Teil des London Overground-Netzes:
Die North London Line:  Richmond <> Stratford (eröffnet 1869)
Die East London Line: Highbury & Islington <> West Croydon bzw. Crystal Palace mit Ästen nach Dalston Junction und New Cross
Die West London Line: Clapham Junction <> Willesden Junction und die Strecke von
Die South London Line: Highbury & Islington <> Clapham Junction
Die Watford DC Line:  Watford Junction
<> London Euston
Sowie
Gospel Oak <> Barking als nicht-elektrifizierte Strecke.

Eingesetzt werden elektrische Triebfahrzeuge der Baureihen 313 und 378 ("Capitalstar") Außerdem kommen Dieseltriebwagen der Baureihe 172 auf der
Strecke Gospel Oak <> Barking zum Einsatz, da diese als einzige des Overground-Netzes nicht elektrifiziert ist.


Docklands Light Railway

Die Docklands Light Railway (DLR) bildet eine Besonderheit im Londoner Nahverkehrsnetz: Sie ist eigentlich weder eine richtige U-Bahn, noch eine richtige S-Bahn. Vielmehr könnte man "Light Railway" mit dem Begriff "Stadtbahn" übersetzen, mit dem auch Schnellstraßenbahnstrecken mit eigenem Gleiskörper und teilweise unterirdischen Streckenabschnitten in einigen westdeutschen Städten bezeichnet werden. Umso deutlicher wird die Ähnlichkeit, wenn man erwähnt, dass die Docklands Light Railway Fahrzeuge an die Essener U-Stadtbahn verkauft hat.

Die DLR fuhr erstmals 1987. Damals waren die fahrerlosen Bahnen, die vor allem die neuen Stadtteile auf den "Docklands" im ehemaligen Londoner Hafenareal an die Innenstadt anbinden sollten, hochmodern. Inzwischen ist das DLR-Netz auf 34 Kilometer angewachsen. Mit Strom versorgt werden die Bahnen nicht mit Oberleitungen wie in Essen, sondern mit einer von unten bestrichenen Stromschiene wie bei der Londoner U-Bahn. Allerdings sind nur fünf Stationen unterirdisch, weshalb man bei der DLR auch nicht von einer U-Bahn sprechen kann. Die Strecken werden von der Serco Group im Auftrag der TfL betrieben. Neuster Streckenabschnitt ist die Verbindung vom Bahnhof Stratford Int. nach Canning Town, der auf einer im Jahre 2006 stillgelegten S-Bahnstrecke eröffnet wurde. Insgesamt gibt es sechs Linien. Zum Einsatz kommen die DLR-Baureihen B90, B92, B2K, B07 und B09. Die Erstlingsbaureihen B86 und B89 wurden an die Essener Verkehrsbetreibe EVAG veräußert.




DLR-Zug im S-Bahnhof Greenwich


Netz der London Overground (ohne DLR):