Verkehrsgeschichtliches aus Helsinki (Finnland) und Tallinn (Estland)
 
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U-Bahn (Metro) Helsinki


Die Metro in der finnischen Hauptstadt Helsinki gehört nicht nur zu der modernsten U-Bahnlinien Skandinaviens, denn sie wurde erst 1982 eröffnet, sondern ist auch die nördlichste Metro der Welt. Das Metronetz umfasst zwei Linien, die auf eine Länge von fast zwölf Kilometern parallel verkehren. Beide Linien beginnen an der Haltestelle Ruoholahti im Zentrum durchqueren die Innenstadt mit Halt am Hauptbahnhof (Rautatientori) bis zum Vorort Itäkeskus, von dort zweigt eine Linie nach Mellunmäki und die andere nach Vuosaari ab. Die Linien werden nicht durch Nummern unterschieden.

Nach ersten Planungen aus den 1950er Jahren wurde erst 1969 vom Magistrat der Stadt Helsinki beschlossen, eine Metrolinie zu bauen. Als erster Abschnitt wurde am 1. Juni 1982 die Strecke zwischen Hakaniemi und Itäkeskus eröffnet, seit dem 31. August 1998 verkehrt die Metro in ihrer jetztigen Netzausdehnung.



Die Metrolinie wird derzeit um etwa 14 Kilometer über den westlichen Stadtrand hinaus ins benachbarte Espoo verlängert, im Herbst 2014 soll diese hauptsächlich unterirdisch verlaufende Strecke eröffnet werden. Espoo ist eine vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg erbaute Satellitenstadt mit gehobenen Wohngegenden, Hochschulen, Kulturzentren und dem Hauptsitz des Nokiakonzerns. Später sind sieben weitere Stationen bei einem Weiterbau bis Kivenlahti geplant.

Insgesamt fahren auf der Helsinkier U-Bahn 42 Triebzüge finnischer Bauart (BR 100 von Valmet Oy und Oy Strömberg, bestehend aus zwei Wagen) sowie zwölf Triebzüge der Baureihe 200 (Bombardier). Die Stromzufuhr (750 V Gleichstrom) erfolgt mittels Stromschiene. Die U-Bahn verkehrt auf russischer Breitspur (1524 mm). Ursprünglich war eine Vollautomatisierung des U-Bahnbetriebs bis 2011 geplant, auf Grund technischer Probleme wird diese Umstellung aber wohl erst 2016 realisiert.


Im U-Bahnhof Hakaniemi


Im U-Bahnhof Hakaniemi


Im U-Bahnhof Hakaniemi


Auf der Fjordbrücke zwischen den Stationen Rastila und Puotila


Auf der Fjordbrücke zwischen den Stationen Rastila und Puotila


Ausfahrt aus dem U-Bahnhof Rastila


Einfahrt in den U-Bahnhof Rastila