Verkehrsgeschichtliches aus Helsinki (Finnland) und Tallinn (Estland)
 
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Straßenbahn Tallinn/Reval

In Reval (Tallinn) verkehren vier Straßenbahnlinien auf drei Streckenästen, die sich ausschließlich im Innenstadtbereich befinden. Die Linien 1 und 2 fahren an ihrem Westende auf die Halbinsel Ziegelskoppel (Kopli), die Linien 3 und 4 zum Bahnhof Tondi. Im Osten enden die Linien 1 und 3 in der Nähe des Schlosses Catherinenthal (Kadriorg) und die Linien 2 und 4 im Stadtteil Ülemiste in der nähe des gleichnamigen Sees Früher gab es auch eine fünfte Linie, die Kopli mit Tondi verband.
Den Beginn des Straßenbahnverkehrs in Tallinn markiert die Eröffnung der Revaler Pferdebahn im Jahre 1888. Auf einer in den Folgejahren auf über sieben Kilometer anwachsenden Strecke durch die Narva Str., Pärnu Str. und Tartu Str. fuhr die Pferdebahn auf schmaler Spurweite (1067 mm). Von 1918-1921 gab es keinen Bahnverkehr, 1921-1925 mit Benzinmotoren und ab dem 28. Oktober 1925 waren die Züge dann elektrisch unterwegs.

Die zweite Ära der Revaler Straßenbahn wurde mit dem Bau einer innerstädtischen Dampfbahn zwischen der Innenstadt und den Fabriken auf der Halbinsel Ziegelskoppel (Kopli, heute Linien 1 und 2) ab 1915 eingeläutet. Diese Strecke wurde mit aus St. Petersburg stammenden Wagen auf russischer Spurweite befahren. Die Strecke nach Kopli wurde 1931 auf die Spurweite der einstigen Pferdebahn (1067 mm) umgespurt. Im Gegensatz zu den anderen Straßenbahnstrecken gab es hier bis nach dem Zweiten Weltkrieg noch keinen elektrischen Betrieb, erst als die Strecke 1951 mit den anderen Straßenbahntrassen verbunden wurde, begann auch hier der elektrische Betrieb.
Die Strecke nach Ülemiste wurde 1955 eingeweiht.

Von 1955 bis 1988 verkehrten nur Triebwagen der Gothaer Fahrzeugfabrik, seit dem fahren ausschließlich Tatra-Straßenbahnen durch Tallinn, die z.T. aus ostdeutschen Beständen ausgemustert wurden (Cottbus, Erfurt, Frankfurt/O. und Gera).