Verkehrsgeschichtliches aus Helsinki (Finnland) und Tallinn (Estland)
 
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S-Bahn Helsinki (Lähiliikenne)

Zusätzlich zum Straßenbahn- und U-Bahnverkehr in der Innenstadt Helsinkis verkehren seit 1969 elektrische S-Bahnzüge (meist auf eigenen fernverkehrsunabhängigen Gleisen) in die Vororte Helsinki, die Lähiliikenne genannt werden. Der Großteil der von der S-Bahn angefahrenen Vororte befindet sich im Tarifgebiet des städtischen Verkehrsverbundes HSL.

Insgesamt gibt es vier S-Bahnstrecken. Auf zwei Strecken verkehrt nur je eine S-Bahnlinie im 10-Minuten-Takt (Linie M nach Vantaankoski und Linie Z nach Lahti). Auf den anderen beiden Strecken verkehren insgesamt dreizehn Linien, die einen dichten Takt bilden: Die vom Hauptbahnhof Helsinki ausgehende Strecken nach Karis (sog. „Küstenbahn“, Linien A, E, L, S, U, Y) und nach Riihimäki (sog. „Hauptbahn“, Linien G, H, I, K, N, R, T). Die Linie Z verkehrt bis zur ihrem Unterwegsbahnhof Kerava zusammen mit der Hauptbahn nach Riihimäki auf einer gemeinsamen Strecke, aber als Expresslinie mit wenigen Halten. Die verschiedenen Buchstaben zeigen dem Fahrgast, bis zu welcher Endhaltestelle die Linie verkehrt und welche Stationen eventuell unterwegs ausgelassen werden. Den längsten Laufweg haben die Linien H, R, T und Y.



Die Linie M wird von ihrem jetztigen Endpunkt Vantaankoski derzeit über eine Querverbindung („Kehärata“ genannt), die den Flughafen Vantaa unterqueren soll bis zum S-Bahnhof Hiekkaharju (Linie Z) verlängert. Die 18 Kilometer lange Verlängerungsstrecke soll im Jahr 2014 eröffnen.

Zum Einsatz kommen seit 2009 immer mehr moderne Triebfahrzeuge vom Typ FLIRT (finnische Baureihe Sm5) des Schweizer Herstellers Stadler Rail. Bis 2014 sollen 41 neue S-Bahnzüge ausgeliefert worden sein. Außerdem werden seit 1969 Züge der in Finnland hergestellten Baureihen Sm1 und Sm2 sowie die 1999-2005 von Fiat und der spanischen Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles gebauten Doppelstockzüge der Baureihe Sm4 eingesetzt. Wie die finnische Eisenbahn und die U-Bahn Helsinki verkehrt die S-Bahn auf der russischen Spurweite (1524 mm). Die Stromversorgung wird mittels Oberleitung gewährleistet (25kV/50 Hz Wechselstrom).


S-Bahnzug der Linie H im Bahnhof Pasila, 2012


Der Hauptbahnhof Helsinki - Startpunkt aller S-Bahnlinien, 2012