Verkehrsgeschichtliches aus Helsinki (Finnland) und Tallinn (Estland)
 
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Obus Tallinn/Reval

Da die estnische Hauptstadt Reval (Tallinn) neben der Straßenbahn über kein schienengebundenes Nahverkehrsmittels verfügt, entschied man sich, die zu Sowjetzeiten errichteten Neubaugebiete am Stadtrand mittels eines für damalige Verhältnisse modernen Obussystem an die Innenstadt anzubinden. Der Verkehr auf der ersten Linie wurde am 6. Juli 1965 zwischen Hohenhaupt (Mustamäe) und der im Zentrum gelegenen Markthalle Kaubamaja (Linie 1) in Betrieb genommen. Derzeit verkehren in Tallinn sieben Linien im Fünf- bis Zehnminuten-Takt, zuletzt wurde im Dezember 2012 die Linie 2 (Freiheitsplatz/Vabaduse väljak - Hohenhaupt/Mustamäe) durch einen Kraftomnibusverkehr ersetzt. Die meisten Obusfahrzeuge, die in Tallinn verkehren, wurden zwischen 1966 und 1989 vom tschechischen Autobauer Škoda hergestellt.

Folgende Strecken werden im Jahre 2013 in Tallinn bedient: In der Hochhaussiedlung Hohenhaupt (Mustamäe) beginnen die Linien 1, 3 und 5. Auch die Linien 4 und 9 fahren Hohenhaupt (Mustamäe) an, enden aber kurz vor der Wendeschleife der anderen Linien an der Keskuse-Straße. Die Linien 1 und 3 führen zum EKZ Kaubamaja in der Innenstadt, an der auch die Linie 6 ihren Endpunkt hat. Zusammen mit der Linie 7 führt diese auch in die zu Sowjetzeiten erbauten Hochhaussiedlung am Kleinen Blütenberg (Väike-Õismäe). Hier begann auch bis 2000 die Linie 8, die ins Zentrum zum Freiheitsplatz fuhr (Vabaduse väljak). Die Linien 4, 5 und 7 enden am Hauptbahnhof (Balti jaam), also auch direkt in der Innenstadt. Die Linie 9 bedient allein den Linienast auf die Halbinsel Ziegelskoppel (Kopli).



Obusse an der Endstation am Hauptbahnhof Tallinn (Balti jaam), 2012